

Friedhoferweiterung Propstei St. Gerold
Die Erweiterung des Friedhofs in St. Gerold führt ein Pionierprojekt fort, das 1994 als einer der ersten zeitgenössischen Friedhöfe in Stampflehmbauweise entstand. Aufgrund des wachsenden Platzbedarfs wurde die Anlage 2023 behutsam erweitert und gleichzeitig saniert.
In einem partizipativen Planungsprozess – unter Anwendung der von Martin Rauch und Anna Heringer entwickelten Methode des Claystorming – entstand gemeinsam mit der Pfarre, der Propstei und der Gemeinde ein räumliches Konzept, das den parkähnlichen Charakter des Friedhofs bewahrt und weiterentwickelt. Neue Stampflehmwände schaffen Raum für zusätzliche Urnen- und Erdgräber. Ein gemeinsamer Grabstein entlang der Lehmwand verbindet individuelle Erinnerung mit dem Gedanken der Gleichheit aller Menschen. Ergänzt wird die Anlage durch ein „Denkmal der Opfer der Gewalt“ mit der Inschrift „Jedem Menschen seine Würde“.
Wie bereits beim ursprünglichen Friedhof stammt das Material aus der unmittelbaren Region. Die Stampflehmwände bestehen aus erodiertem Boden aus dem Großen Walsertal und dem Walgau und verleihen der Anlage ihre ruhige, zeitlose Präsenz.
Pater Nathanael, Propstei St. Gerold
Martin Rauch
Lehm Ton Erde Baukunst GmbH




















