

LWL-Freilichtmuseum
Für das größte Freilichtmuseum Deutschlands entsteht in Detmold ein neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude mit rund 5.000 m² Bruttogrundfläche, auf ca. 900 m² davon werden künftig hochkarätige Sonderausstellungen gezeigt. Das Projekt ist als Leuchtturmprojekt des nachhaltigen Bauens konzipiert, mit dem Ziel der höchsten DGNB-Bewertungsstufe in Platin. Bauherr ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).
Das Gebäude soll dabei eine doppelte Rolle einnehmen: Es beherbergt nicht nur die Ausstellungen, sondern wird selbst zum anschaulichen Lehrstück ökologischer Baukultur – ganz im Sinne des Freilichtmuseums, das seit jeher die Kulturgeschichte Westfalens vermittelt. Ziel ist ein in seiner Lebenszyklusbetrachtung CO2-neutral bilanziertes Gebäude.
Tragendes Element sind massive Stampflehmwände, errichtet aus dem Erdaushub der eigenen Baugrube – Material, das nicht herangeschafft, sondern dem Ort selbst entnommen wird. Ergänzt werden sie durch leim- und stahlfrei verbundene Vollholzlamellenträger mit Spannweiten von bis zu 13 Metern. Damit zählt der Neubau zu den ersten Museumsprojekten, die konsequent auf kreislaufgerechte, nachwachsende und recycelte Baustoffe wie Lehm, Holz und Stroh setzen.
Abgerundet wird das Energiekonzept durch eine geothermisch gespeiste Bauteilaktivierung, eine 3.300 m² große Photovoltaikanlage zur Versorgung der Wärmepumpen sowie ein kontinuierlich selbstoptimierendes, KI-gestütztes Energiemanagement.
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Münster
Lehm Ton Erde Baukunst GmbH









