

Büroneubau
Das dreigeschossige Bürogebäude aus tragendem Stampflehm, das direkt an die Produktionshalle anschließt, ist in den letzten sechs Jahren mit viel Herzblut, Ausdauer und einer ordentlichen Portion Eigenleistung gewachsen. Unter seinem Dach bündelt das Gebäude die vielfältigen Aktivitäten der Lehm Ton Erde Baukunst GmbH.
Während im einen Raum Baustellen geplant und koordiniert werden, entstehen nebenan vorgefertigte Bauteile, es wird an neuen Produktionstechniken getüftelt – und zwischendurch polieren Schüler:innen mit großer Hingabe ihre Dorodango-Kugeln. Planung, Produktion, Workshops und Forschung greifen hier ineinander, schaffen echte Synergien und fördern den Wissenstransfer. Lehm ist dabei in (fast) all seinen Formen erlebbar: als massive Stampflehmwand und Vorsatzschale, als Lehmputz, als Stampflehmboden und Schüttung, in der Kaseinspachtelung von Holzflächen oder als Holz-Lehm-Verbunddecke – eine Weiterentwicklung der Decke aus dem Projekt Hortus. Bevorzugt wurden lokale, diffusionsoffene Baumaterialien – aus Überzeugung und aus Respekt vor dem Ort.
Das Büro versteht sich als Experimentierfeld und zugleich als Schaufenster – für das eigene Handwerk ebenso wie für jenes lokaler Partner:innen, die mitgewirkt haben. Sichtbar sind unter anderem Stampflehmwände und -böden, ornamentierte Fliesen und speziell für das Projekt angefertigte Leuchten von Karak, ein Kaseinboden in Zusammenarbeit mit David Ledetzky sowie vor Ort handgeflochtene Verschattungselemente von Emmanuel Heringer. Kurz gesagt: ein Haus, das zeigt, was entstehen kann, wenn viele Hände, kluge Köpfe und ein gemeinsamer Anspruch zusammenkommen. Oder anders: Erstaunlich, was man mit ein bisschen Hilfe von Freund:innen alles bauen kann.
Lehm Ton Erde Baukunst GmbH
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