

Cinema Sil Plaz
Im Zentrum von Ilanz wurde eine ehemalige Schmiede in einen offenen Kulturort verwandelt. Die raue Atmosphäre der alten Werkstatt blieb bewusst erhalten und bildet heute das charakterstarke Umfeld für eine Bar mit Bühne. Im Inneren des Gebäudes liegt der Kinosaal – sein massiver, zugleich edler Charakter wird durch die Wände aus Stampflehm geprägt. Der Lehm stammt aus der Region und verankert den Raum materiell im lokalen Kontext.
Durch das Engagement des örtlichen Filmklubs konnte nicht nur die Identifikation mit dem Projekt gestärkt, sondern auch ein Teil der Baukosten eingespart werden. Die ruhige Präsenz des Stampflehms wirkt wie ein stiller Rahmen für das bewegte Bild – vergleichbar mit einem Passepartout. Abgerundete Ecken lösen die Strenge der Geometrie auf und fördern das Eintauchen in die filmische Erzählung. Im Dezember 2010 wurde das Projekt mit dem „Goldenen Hasen“ – dem ersten Preis der Zeitschrift Hochparterre in der Kategorie Architektur – ausgezeichnet. Die Jury würdigte die Intensität eines Ortes, der mit minimalen, aber präzisen Eingriffen etwas völlig Neues und Eigenständiges entstehen lässt.
Aubry Sculptur Ilanz, Baukunst GmbH Graubünden, Filmclub Cinema Sil Plaz
Lehm Ton Erde Baukunst GmbH







