Friedhof Wil
zentrale Spiralmauer
Wil, Schweiz, 1997 - 1998
Bauherrschaft
Stadt Wil bei St. Gallen
Ausführung
Lehm Ton Erde Baukunst GmbH

Das Ornament der sich ein- und ausrollenden Linie ist seit jeher ein Symbol der Dynamik des Lebens, des Wechsels von Werden und Vergehen. Auf dem Hügel des Wiler Friedhofes greifen zwei auch in der Höhe an- und abschwellende Lehmmauern spiralig ineinander; sie erzeugen aus der Form des Volutenbandes eine raum-zeitlich erlebbare Gestalt. Rauch gelang hier eine dem Anlass und dem Material entsprechende Aussage, die den besten Beispielen der Land Art oder der Backsteinmonumente eines Per Kirkeby nahe kommt. Die eine Wand beginnt am höchsten Punkt des Geländes ganz niedrig und steigt entsprechend der Hangneigung ins Zentrum auf drei Meter Höhe an, während die andere dort vom Boden aufsteigt und am Fuß des Hanges ihre volle Höhe erreicht.

(fotos: Bruno Klomfar)

Lehm Ton Erde